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Herkunftsland / Ort: Rumänien, Campina
Rasse: Border-Collie-Mischling
Geschlecht: weiblich, kastriert
Farbe: weiß-schwarz
Schulterhöhe: 50 cm
Gewicht: 23 kg
Geboren: ca. März 2020
Pflegestelle seit: 02.11.2020
Standort: 96160 Geiselwind

Missy hatte als Welpe einen schweren Autounfall in Rumänien.
Die Folgen davon haben sie erblinden lassen und auch ihr linker Vorderfuß zeugt ,trotz mehrerer Operationen hier in Deutschland , immer noch von ihrem Unfall.

Trotz ihres Handicaps bewegt sich Missy ganz souverän in Haus, Garten und auf Spaziergängen.
Sie liebt es zu kuscheln , tobt aber auch gerne mit ihren Hundefreunden .
Missy ist ein angenehmer Mitbewohner und macht auch nichts kaputt . Auch Autofahren ist kein Problem. Und selbstverständlich ist sie stubenrein.

Am liebsten ist sie bei ihren Menschen, doch sie kann auch mehrere Stunden problemlos alleine bleiben.
Missy sucht ein ebenerdiges Zuhause bei Menschen, die gerne langsam spazieren gehen und auch keine großen Strecken bewältigen wollen.
Sie ist gerne mit anderen Hunden zusammen und hätte auch nichts gegen einen vierbeinigen verständigen Mitbewohner.

Kontakt:
Petra Schwarz
E-Mail: petra.schwarz@tierhilfe-lebenswert.de
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MISSY‘s GESCHICHTE

Am letzten Maiabend diesen Jahres (2020) entdeckte eine junge, rumänische Frau irgendwo mitten in der Gemeinde Campina / RO eine kleine, schwarz-weiße Gestalt am Straßenrand, die sich nicht regte.

Angefahrene, verletzte oder tote Streuner sind in Rumänien leider ein Bild, das sich täglich mehrfach wiederholen kann, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, aber daran gewöhnen kann man sich nie…

Iulia Burloiu, so heißt die junge rumänische Tierschützerin, kann es ebenso wenig wie wir und sie hielt an, um zu schauen, ob das Kleine, offensichtlich noch ein Welpe, überlebt hatte. Der Welpe war an Kopf und Vorderbeinen von einem Auto erfasst worden, aber der Fahrer hatte das Tier seinem Schicksal überlassen.

Als Iulia feststellte, dass das Kleine, ein kleines Mädchen, noch lebte, hob sie sie auf und brachte sie in eine Tierklinik, wo bis zum Abend des nächsten Tages um ihr Leben gekämpft wurde.

Am Abend des 1. Juni erreichte uns dann endlich die Nachricht: Die Kleine ist stabil!!! Sie hatte eine sehr schwere Kopfverletzung erlitten und durch den Aufprall hatten sich Elle und Speiche des linken Vorderbeins so umeinander gedreht, dass die Pfote durch die Spannung bis heute fast im 90°-Winkel nach außen absteht.

Die Notoperationen, die in Rumänien durchgeführt wurden, bezogen sich ausschließlich auf den Kopfbereich. Sie verlor leider ein Auge und ihr Augenlicht. Auch hatte sie mehrere Frakturen und ein schweres Trauma im Schädel erlitten, weswegen sie eine Weile nicht selbstständig fressen konnte.

Aber die Ärzte gaben die Kleine nicht auf, und nach etlichen Wochen Klinikaufenthalt konnte sie schließlich zunächst zu Iulia ziehen, die sie weiter päppelte.

Als ich das erste Bild von ihr auf Facebook gesehen hatte, sagte ich mir, dass ich eine Pflegestelle für sie suchen würde, wenn sie es überlebt.

Als die gute Nachricht am 1. Juni eintrudelte, machte ich mich gleich auf die Suche und die Zeit, die Missy noch brauchte, um zu genesen, spielte mir dabei in die Hände, denn so einfach ist es nicht, eine kompetente Pflegestelle zu finden, die einen solchen Handicap-Fall angemessen betreuen kann.

Ich bin sehr dankbar, dass sich für die Notfälle nach einer Weile immer zahlreiche Spender finden, aber wo ist nur ein Plätzchen frei für einen Gnadenhund, der sehr betreuungsintensiv ist?

Es meldeten sich zumindest ein paar Interessenten, von denen ich aber fast alle aussortieren musste.

Am Ende blieb eine einzige unserer vereinseigenen Pflegestellen übrig, die aber nur für einen Übergang eine Lösung anbieten konnte. Ich dachte, dass dies erst einmal besser als nichts sei und gab das „Go!“ für Missys Ausreise.

Mit ihren Befunden aus der rumänischen Klinik machte sich Missy also auf die Reise und zeigte sich gleich als fröhlicher Junghund, der mit Appetit frisst und sich toll mit seinen Artgenossen versteht.

Weitere Untersuchungen folgten und die behandelnde Tierärztin machte uns Hoffnung: Da Missy aufgrund ihrer verdrehten Pfote nur langsam und beschwerlich laufen kann, wollten wir wissen, ob man ihr da helfen kann, und die Tierärztin bestätigte, dass es möglich sei, durch wahrscheinlich zwei Operationen die Knochen zu richten.

Nach wenigen Wochen tat sich auch endlich die Option für Missys weiteres Leben auf: Unsere Pflegestellengruppe in Franken, darunter auch eine Tierphysiotherapeutin, erklärte sich bereit, gemeinschaftlich Missys Behandlungen und Genesungsweg zu betreuen; leben sollte sie auf einer der Pflegestellen in Franken, wo immer mehrere Hunde der Tierhilfe Lebenswert e.V. leben, darunter auch Handicap-Fellnase Harry, der, wie Missy, blind ist und sich gerade von einem quirligen Junghund zum Erwachsenen entwickelt.

Weitere Befunde in einer Klinik in München ergaben, dass es tatsächlich an ein Wunder grenzt, dass Missy überlebt hat. Die CT zeigte multiple Frakturen im Schädel, die so massiv sind, dass man von Glück reden kann, dass sie nur ein Auge und das Augenlicht verloren hat.

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UPDATE Januar 2021: Missy hat mittlerweile ihre erste OP hinter sich, bei der Elle und Speiche gerichtet wurden. Mithilfe einer Druckbandage und Physiotherapie arbeitet unsere Tierphysiotherapeutin nun mit Missy und hilft ihr, richtig laufen zu lernen.
Wir halten euch auf dem Laufenden!

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