Adoptieren oder Pflegestelle werden

 

Direkt aus dem Ausland adoptieren, oder lieber von einer Pflegestelle? Pflegestelle werden? Hier erfahrt Ihr alles Wichtige dazu.

“Abenteuer Auslandshund”

Sie möchten einen Hund adoptieren oder sich als Pflegestelle anbieten? Wir freuen uns!

Ein Hund aus dem Ausland

Sie möchten einen Hund direkt aus dem Ausland adoptieren oder sich als Pflegestelle anbieten? Wir freuen uns!

Bei Hunden aus dem Ausland sind ein paar Besonderheiten zu beachten. Deshalb möchten wir Ihnen vorab ein paar Sachen erzählen, die Sie in Ihrer Entscheidung unterstützen und über die Sie sich im Vorfeld Gedanken machen sollen.

Die meisten Hunde aus unseren Sheltern lebten einen Teil ihres Lebens auf der Straße, hatten vielleicht wenig Kontakt zu Menschen oder sogar sehr schlechten. Nur manche hatten einmal ein Zuhause oder das Glück, auf einer rumänischen Pflegestelle zu leben.

Oft müssen die Hunde erst langsam den Bezug zu Menschen aufbauen und haben kein Vertrauen.

Unsere Hunde kennen oft keine Kinder, keine Katzen, und auch mit anderen Hunden kann es problematisch sein. Vieles ist neu für sie und könnte erschreckend wirken. Das Leben im Haus, die Leine, ein LKW, ein Fahrradfahrer, ein unbekanntes Geräusch.

Sie erhalten von uns ein Überraschungspaket, dass sich erst nach und nach entfaltet.

Sie mögen keine Überraschungen? Dann empfehlen wir Ihnen, sich bei unseren Hunden, die bereits auf unseren Pflegestellen sind, umzuschauen. Unsere Pflegestellen können Ihre Pflegis in der Regel gut beschreiben und die Hunde haben bereits vieles gelernt, das Ihnen und dem Hund das Zusammenwachsen erleichtern wird.

Die Sicherung

Ach, der ist doch so lieb und gechillt.” “Ich hatte schon so viele Hunde, keiner ist mir abgehauen.” “Ich passe doch auf.

Aber – wie schnell kann es passieren, dass sich der Hund durch ein ungewohntes Geräusch erschreckt und in den Panikmodus verfällt. Ein Hund, der Sie noch nicht kennt, weil er entweder frisch in Deutschland angekommen oder von der Pflegestelle abgeholt wurde, wird Ihnen noch nicht vertrauen. Auch eine Bindung konnte noch nicht hergestellt werden. Für ihn ist alles neu, beängstigend, überfordernd.

Deshalb brauchen nicht nur sogenannte “Angsthunde” eine doppelte Sicherung, sondern auch frisch angekommene Auslandshunde. Mindestens die ersten sechs Wochen, noch besser sind die ersten drei Monate, muss der Hund doppelt gesichert werden.

Denn es passiert leider nicht selten, dass ein Hund entläuft und im schlimmsten Fall endet das mit dem Tod des Hundes, den wir gerade eben noch vor dem Tod im Shelter bewahrt haben.

Das Sicherheitsgeschirr:

Unsere Hunde werden alle mit einem passenden Sicherheitsgeschirr vermittelt. Ein Sicherheitsgeschirr hat zusätzlich einen zweiten Bauchgurt, der auf der letzten Rippe aufliegen muss. Das soll verhindern, dass sich der Hund aus dem Geschirr winden kann.

Doppelte Sicherung bedeutet, dass der Hund zusätzlich zur Sicherung am Sicherheitsgeschirr durch eine zweite Leine an einem gut sitzenden Halsband gesichert wird.

Mindestens eine der Leinen sollte zusätzlich an einem Bauchgurt an Ihnen befestigt werden. Das verhindert, dass Sie bei einem Sturz die Leinen aus der Hand verlieren.

Blinde Passagiere (Würmer, Milben, Flöhe und Co.)

Unsere Hunde werden zwar vor Ausreise in der Regel mit Simparica (oder einem vergleichbaren Präparat) behandelt, das ist aber keine Garantie dafür, dass der Hund keine blinden Passagiere  im Fell mit sich bringt.

Stellen Sie einen Befall fest, suchen Sie bitte Ihren Tierarzt auf und lassen Sie den Hund dagegen behandeln.

Wir empfehlen ebenfalls, den Kot des Hundes genau zu untersuchen und gegebenenfalls eine Entwurmung durchzuführen.

Mittelmeerkrankheiten (MMK)

Als Mittelmeerkrankheit werden in der Umgangssprache typische, vor allem im Mittelmeerraum beheimatete Erkrankungen bezeichnet.

Beim Hund gelten als typische „Mittelmeerkrankheiten“:

  • Leishmaniose
  • Babesiose
  • Ehrlichiose
  • Hepatozoonose und die
  • Herzwurmerkrankung (Filariose)

Diese Krankheiten sind nicht nur im Mittelmerrraum beheimatet, sondern auch unsere Hunde aus Rumänien sind immer mal wieder mit solchen Krankheiten infiziert.

Deshalb übernehmen wir die Laborkosten für den Test auf Mittelmeerkrankheiten für jeden Hund, der über uns einreist.

Infos zu den einzelnen Mittelmeerkrankheiten können Sie diesem Merkblatt entnehmen: https://www.idexx.de/files/vector-borne-disease-brochure-de-de.pdf

Giardien

Giardien sind einzellige Parasiten, die im Darm des Hundes leben und sich dort auch vermehren. Die Hunde nehmen die Dauerform der Giardien, sogenannte Zysten, über verunreinigtes Wasser oder Futter auf.

Giardien gehören zu den weltweit häufigsten Parasiten und befallen Hunde (und Katzen, Kaninchen, Chinchillas…) aller Altersgruppen. Meistens sind Welpen bzw. junge Hunde unter einem Jahr oder bereits geschwächte Tiere von der tatsächlichen Erkranken – der Giardiose – betroffen.

Die Giardiose ist eine Zoonose, sie kann also theoretisch auch auf den Menschen übergehen.

Die Symptome eines Befalls mit Giardien sind unterschiedlich: Durchfall (meistens dünnflüssig, schleimig, selten blutig); die Hunde magern ab, obwohl sie gut fressen; Bauchschmerzen mit angespannter Bauchdecke und aufgekrümmtem Rücken; Blähungen, Erbrechen, Fiebe

Eine Infektion mit Giardien dauert also unterschiedlich lange und kann auch verschieden starke Krankheitssymptome verursachen.

Wenn Sie diese oder andere Symptome an Ihrem Hund bemerken, suchen Sie bitte einen Tierarzt auf! Für weniger abwehrstarke Tiere wie Welpen, Senioren oder chronisch kranke Hunde kann eine Giardiose sehr unangenehm werden.

Weitere Informationen können Sie diesem Merkblatt entnehmen: https://www.idexx.de/files/pantchev-2018-giardien-hund-katze-de-de.pdf

Eine Adoption aus dem Ausland

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen unserer Schützlinge aus Rumänien entschieden haben und das „Abenteuer Auslandshund“ eingehen!

Das "Bewerbungsverfahren"

Unsere Schützlinge sollen ein Zuhause bekommen, in dem sie verstanden werden, glücklich leben und artgerecht gehalten werden. Da jeder Hund individuell ist, können wir diese Arbeit nur leisten, wenn Sie uns die Fragen in unserem Selbstauskunftsbogen ehrlich beantworten.

Nur so können wir die richtige Familie mit dem richtigen Hund zusammenführen oder Sie eventuell auf einige überlegenswerte Punkte aufmerksam machen

Schicken Sie uns deshalb den ausgefüllten Selbstauskunftsbogen mit Ihrem „Wunschhund“ an: verein@tierhilfe-lebenswert.de

Sie werden von unserem Vermittlungsteam zeitnah kontaktiert und es erfolgt ein ausführliches Informationsgespräch, in dem Sie Ihre offenen Fragen stellen und wir Ihnen weitere Informationen geben können.

Im Telefonat vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zur Vorkontrolle. Auch hier werden noch einmal Informationen ausgetauscht, aber hauptsächlich liegt das Augenmerk der Vorkontrolle darauf, ob Ihr Zuhause für einen Hund aus dem Ausland geeignet ist. Wir können Sie auf Gefahrenquellen hinweisen, die Ihnen vielleicht noch gar nicht bekannt sind.

Nach der positiven Vorkontrolle erhalten Sie den Schutzvertrag und die Zahlungsdaten. Sobald Sie den Schutzvertrag unterschrieben an uns zurückgeschickt haben und die Schutzgebühr eingegangen ist, beginnen die Vorbereitungen für die Ausreise.

Unsere Schutzgebühr beträgt 430 Euro und beinhaltet ein Sicherheitsgeschirr und die Laborkosten für den ersten Test auf Mittelmeerkrankheiten. Sowohl Geschirr, als auch Laboklin-Bogen erhalten Sie rechtzeitig von Ihrer Kontaktperson zugesandt.

Der Transport und die Abholung

Alle unsere Hunde reisen mit einem zertifizierten TRACES-Transport. Dadurch wird Ihr Veterinäramt automatisch über die Ankunft des Hundes bei Ihnen informiert. Deshalb kann es nach Ankunft Ihres Hundes einer Besichtigung Ihrer Räumlichkeiten bzw. des Hundes durch das zuständige Veterinäramt kommen. Sie sind in diesen Fällen verpflichtet die Untersuchung zu dulden. Nach Beendigung der Kontrolle informieren Sie bitte Ihre Kontaktperson bei Tierhilfe Lebenswert e.V. über das Ergebnis.

In Deutschland gibt es einige Haltepunkte, an denen Sie ihren Hund abholen können. Den für Sie nächstgelegenen Haltepunkt erfahren Sie rechtzeitig von Ihrer Kontaktperson. Die genauen Zeiten teilt Ihnen Ihre Kontaktperson 1-2 Tage vor der Ankunft mit.

Bitte planen Sie ein, mindestens 30 Minuten vor Ankunft vor Ort zu sein. Sie fahren nur eine kurze Strecke. Die Hunde und die Fahrer sind einige Stunden unterwegs und jede Verzögerung sollte vermieden werden.

Da die Transporte einen langen Weg nach Deutschland zurücklegen, kann es immer wieder vorkommen, dass sie sich verspäten. Deshalb wird für jeden Transport eine Facebook-Chat-Gruppe eingerichtet, in der der aktuelle Stand zum Transport und etwaige Zeiten-Updates an alle Betroffenen kommuniziert wird. Wenn Sie einen Facebook-Account haben, bitte teilen Sie diesen Ihrer Kontaktperson mit. Sollten Sie keinen Facebook Account haben, teilen Sie das Ihrer Kontaktperson mit, dann müssen wir Sie telefonisch auf dem aktuellen Stand halten.

Für die Abholung bringen Sie bitte folgendes mit:

  • einen Ausweis, damit wir Sie als Empfänger identifizieren können
  • eine feste Box (Kunststoff oder Festeinbau im Fahrzeug), die der Größe des Hundes angepasst ist. (Daumenwert: Mindestens 10cm höher als die angegebene Schulterhöhe.) Es werden keine Stoffboxen oder Gurte auf den Rücksitzen akzeptiert.
  • ein Sicherheitsgeschirr, ein zusätzliches Halsband und eine Leine.

Mit Ihrem Hund werden Ihnen der EU-Heimtierausweis sowie die Frachtpapiere (Traces Dokument) ausgehändigt. Bitte kontrollieren Sie noch am Transport, ob die Papiere auch zum Hund und zu Ihnen passen.

Bitte fahren Sie auf direktem Weg nach Hause. Machen Sie keinen Zwischenstopp oder lassen den Hund „mal eben“ am Straßenrand pinkeln.

Zuhause angekommen

Am besten laden Sie Ihren Hund in einem geschlossenen Raum aus (Garage). Ist das nicht möglich, tragen Sie die Box mit Hund in Ihre Wohnung und öffnen die Box erst in der Wohnung.

Die meisten Hunde riechen sehr streng, wenn sie aus Rumänien ankommen.

Hier ist nun Ihre Einschätzung gefragt: Ist der Hund eher ängstlich, sollte man ihn ankommen und ihm nicht am gleichen Tag ein Bad zukommen lassen. Ist der Hund eher aufgeschlossen, kann man ihn auch baden – viele Hunde finden das sehr komisch, aber zugleich auch als Erleichterung, wenn der Geruch von ihnen abgewaschen wird.

Achten Sie auf den Kot. Aufgrund der unhygienischen Verhältnisse in Rumänien haben viele Hunde Durchfallerkrankungen, die meist auf Giardien im Darm zurückzuführen sind. Diese lassen sich einfach mit Caniquantel oder Metronidazol wirkungsvoll bekämpfen. Die Medikamente bekommen Sie bei ihrem Tierarzt.

In der ersten Woche empfehlen wir einen Tierarztbesuch. Neben einem allgemeinen Check sollte hier auch Blut für den Labortest auf Mittelmeerkrankheiten abgenommen werden. Die Laborkosten übernehmen wir, wenn hierfür das von Ihrer Kontaktperson übersandte Formular genutzt wird.

Nach sechs Monaten empfehlen wir, den Test zu wiederholen, um sicherzugehen, dass auch kurz vor der Ausreise entstandene Infektionen erkannt werden.

Welpen und Junghunde sollten erst ab dem Alter von 8-10 Monaten getestet werden. (Welpen können bereits vor der Geburt über die Gebärmutter infiziert werden. Sie können bestimmte Krankheitserreger und/oder nur die Antikörper der Mutter auf diese Art erhalten. Ein positiver Antikörpertest bei jungen Hunden kann also entweder bedeuten, dass der Hund tatsächlich infiziert ist und erkranken wird, oder aber, dass er völlig gesund ist und lediglich Antikörper seiner Mutter besitzt, die in der Regel im Alter von 9 bis 10 Monaten abgebaut werden.)

Geben Sie Ihrem neuen Familienmitglied Zeit! Alles ist neu und noch unbekannt.

Sicherheit

Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Hund auf TASSO (www.tasso.net) zu registrieren. Nur so kann im Falle eines Verlustes der Besitzer ermittelt werden und der Hund zu Ihnen zurückfinden.

Wir weisen nochmals darauf hin, dass für frisch importierte Hunde eine doppelte Sicherungspflicht von mindestens sechs Wochen, besser noch von drei Monaten, einzuhalten ist. Notwendige Sicherungsmaßnahmen sind unbedingt durchzuführen (z.B. Absicherung Garten, Schleppleine usw). Der Hund darf erst ohne Leine geführt werden, wenn er zuverlässig abrufbar ist und keinen Jagdinstinkt hat. Leider sind oft Hunde entlaufen, die nicht richtig gesichert waren, teils mit tödlichem Ausgang.

Nach der Adoption

Wir sind für unsere Adoptanten und ihre Hunde auch nach der Vermittlung da.

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns an – Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Möchten Sie uns an der Entwicklung Ihres neuen Familienmitglieds teilhaben lassen? Wir freuen uns immer über Fotos, Videos und kurze Berichte.

Pflegestelle werden

Wir freuen uns, dass Sie sich als Sprungbrett für einen unserer Schützlinge aus Rumänien anbieten und Pflegestelle werden wollen!

Das "Bewerbungsverfahren"

Pflegestellen bereiten unsere Schützlinge auf ihr wahrscheinlich erstes eigenes Zuhause vor. Um das tun zu können, wird Sachverstand, Einfühlungs- und Durchhaltevermögen benötigt. Da jeder Hund individuell ist, können wir unsere Arbeit nur leisten, wenn Sie uns die Fragen in unserem Selbstauskunftsbogen ehrlich beantworten.

Nur so können wir Sie mit dem richtigen Pflegehund zusammenführen oder Sie eventuell auf einige überlegenswerte Punkte aufmerksam machen

Schicken Sie uns deshalb den ausgefüllten Selbstauskunftsbogen mit Ihrem „Wunschhund“ an: verein@tierhilfe-lebenswert.de

Sie werden von unserer Pflegestellenbetreuung zeitnah kontaktiert und es erfolgt ein ausführliches Informationsgespräch, in dem Sie Ihre offenen Fragen stellen und wir Ihnen weitere Informationen geben können.

Im Telefonat vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zur Vorkontrolle. Auch hier werden noch einmal Informationen ausgetauscht, aber hauptsächlich liegt das Augenmerk der Vorkontrolle darauf, ob Ihr Zuhause für einen Hund aus dem Ausland geeignet ist. Wir können Sie auf Gefahrenquellen hinweisen, die Ihnen vielleicht noch gar nicht bekannt sind.

Nach der positiven Vorkontrolle erhalten Sie den Pflegestellenvertrag. Sobald Sie den Pflegestellenvertrag unterschrieben an uns zurückgeschickt haben, beginnen die Vorbereitungen für die Ausreise.

Sie erhalten von uns zusätzlich ein Sicherheitsgeschirr und einen Bogen für den ersten Test auf Mittelmeerkrankheiten. Sowohl Geschirr, als auch Laboklin-Bogen erhalten Sie rechtzeitig von Ihrer Pflegestellenbetreuung zugesandt.

Der Transport und die Abholung

Alle unsere Hunde reisen mit einem zertifizierten TRACES-Transport. Dadurch wird Ihr Veterinäramt automatisch über die Ankunft des Hundes bei Ihnen informiert. Deshalb kann es nach Ankunft Ihres Hundes einer Besichtigung Ihrer Räumlichkeiten bzw. des Hundes durch das zuständige Veterinäramt kommen. Sie sind in diesen Fällen verpflichtet die Untersuchung zu dulden. Nach Beendigung der Kontrolle informieren Sie bitte Ihre Kontaktperson bei Tierhilfe Lebenswert e.V. über das Ergebnis.

In Deutschland gibt es einige Haltepunkte, an denen Sie ihren Hund abholen können. Den für Sie nächstgelegenen Haltepunkt erfahren Sie rechtzeitig von Ihrer Kontaktperson. Die genauen Zeiten teilt Ihnen Ihre Kontaktperson 1-2 Tage vor der Ankunft mit.

Bitte planen Sie ein, mindestens 30 Minuten vor Ankunft vor Ort zu sein. Sie fahren nur eine kurze Strecke. Die Hunde und die Fahrer sind einige Stunden unterwegs und jede Verzögerung sollte vermieden werden.

Da die Transporte einen langen Weg nach Deutschland zurücklegen, kann es immer wieder vorkommen, dass sie sich verspäten. Deshalb wird für jeden Transport eine Facebook-Chat-Gruppe eingerichtet, in der der aktuelle Stand zum Transport und etwaige Zeiten-Updates an alle Betroffenen kommuniziert wird. Wenn Sie einen Facebook-Account haben, bitte teilen Sie diesen Ihrer Kontaktperson mit. Sollten Sie keinen Facebook Account haben, teilen Sie das Ihrer Kontaktperson mit, dann müssen wir Sie telefonisch auf dem aktuellen Stand halten.

Für die Abholung bringen Sie bitte folgendes mit:

  • einen Ausweis, damit wir Sie als Empfänger identifizieren können
  • eine feste Box (Kunststoff oder Festeinbau im Fahrzeug), die der Größe des Hundes angepasst ist. (Daumenwert: Mindestens 10cm höher als die angegebene Schulterhöhe.) Es werden keine Stoffboxen oder Gurte auf den Rücksitzen akzeptiert.
  • ein Sicherheitsgeschirr, ein zusätzliches Halsband und eine Leine.

Mit Ihrem Hund werden Ihnen der EU-Heimtierausweis sowie die Frachtpapiere (Traces Dokument) ausgehändigt. Bitte kontrollieren Sie noch am Transport, ob die Papiere auch zum Hund und zu Ihnen passen.

Bitte fahren Sie auf direktem Weg nach Hause. Machen Sie keinen Zwischenstopp oder lassen den Hund „mal eben“ am Straßenrand pinkeln.

Zuhause angekommen

Am besten laden Sie Ihren Pflegehund in einem geschlossenen Raum aus (Garage). Ist das nicht möglich, tragen Sie die Box mit Hund in Ihre Wohnung und öffnen die Box erst in der Wohnung.

Die meisten Hunde riechen sehr streng, wenn sie aus Rumänien ankommen.

Hier ist nun Ihre Einschätzung gefragt: Ist der Hund eher ängstlich, sollte man ihn ankommen und ihm nicht am gleichen Tag ein Bad zukommen lassen. Ist der Hund eher aufgeschlossen, kann man ihn auch baden – viele Hunde finden das sehr komisch, aber zugleich auch als Erleichterung, wenn der Geruch von ihnen abgewaschen wird.

Achten Sie auf den Kot. Aufgrund der unhygienischen Verhältnisse in Rumänien haben viele Hunde Durchfallerkrankungen, die meist auf Giardien im Darm zurückzuführen sind. Diese lassen sich einfach mit Caniquantel oder Metronidazol wirkungsvoll bekämpfen. Die Medikamente bekommen Sie bei ihrem Tierarzt.

In der ersten Woche empfehlen wir einen Tierarztbesuch. Neben einem allgemeinen Check sollte hier auch Blut für den Labortest auf Mittelmeerkrankheiten abgenommen werden. Die Laborkosten übernehmen wir, wenn hierfür das von Ihrer Pflegestellenbetreuung übersandte Formular genutzt wird.

Welpen und Junghunde sollten erst ab dem Alter von 8-10 Monaten getestet werden. (Welpen können bereits vor der Geburt über die Gebärmutter infiziert werden. Sie können bestimmte Krankheitserreger und/oder nur die Antikörper der Mutter auf diese Art erhalten. Ein positiver Antikörpertest bei jungen Hunden kann also entweder bedeuten, dass der Hund tatsächlich infiziert ist und erkranken wird, oder aber, dass er völlig gesund ist und lediglich Antikörper seiner Mutter besitzt, die in der Regel im Alter von 9 bis 10 Monaten abgebaut werden.)

Sicherheit

Wir weisen darauf hin, dass für unsere Pflegehunde eine Leinenpflicht und Sicherung an einem Sicherheitsgeschirr vorgeschrieben sind. Notwendige Sicherungsmaßnahmen sind unbedingt durchzuführen (z.B. Absicherung Garten, Schleppleine usw). Leider sind oft Hunde entlaufen, die nicht richtig gesichert waren, teils mit tödlichem Ausgang.

Kosten

Tierarztbesuche sind im Vorfeld mit der Pflegestellenbetreuung abzusprechen. In Notfällen genügt auch eine kurze Information.

Die Tierarztkosten übernimmt der Tierhilfe Lebenswert e.V. Hierzu ist es nötig, dass die Rechnung zwingend auf den Verein: Tierhilfe Lebenswert e.V. – Gieshübel 1 – 56379 Oberwies ausgestellt ist.

Unsere Pflegehunde sind über unsere Vereinshaftpflicht haftpflichtversichert. Der Versicherungsschutz gilt nur innerhalb von Deutschland. Kosten am Eigentum oder Haushaltsmitgliedern der Pflegestelle werden nicht übernommen.

Futter und Kosten des alltäglichen Bedarfs trägt die Pflegestelle.

Vermittlung

Um Ihren Pflegehund in die richtige Familie vermitteln zu können, benötigen wir von Ihnen eine Beschreibung und aussagekräftige Fotos/Videos von Ihrem Pflegehund. Wir inserieren unsere Pflegehunde in den gängigen Vermittlungsportalen, auf unserer Homepage und promoten sie auf Facebook.

Bei der Vermittlung unterstützt Sie in allen Fällen auch Ihre Pflegestellenbetreuung.

Eine Adoption von einer Pflegestelle

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen unserer Schützlinge auf unseren Pflegestellen entschieden haben und das ihm ein Zuhause geben wollen!

Das "Bewerbungsverfahren"

Unsere Schützlinge sollen ein Zuhause bekommen, in dem sie verstanden werden, glücklich leben und artgerecht gehalten werden. Da jeder Hund individuell ist, können wir diese Arbeit nur leisten, wenn Sie uns die Fragen in unserem Selbstauskunftsbogen ehrlich beantworten. Schicken Sie deshalb den ausgefüllten Selbstauskunftsbogen zu Ihrem „Wunschhund“ an die zuständige Pflegestelle oder nehmen Sie vorab Kontakt auf. Unsere Pflegestellen stehen Ihnen gerne per E-Mail oder Telefon zur Verfügung. Sie beantworten Ihnen im Vorfeld Ihre Fragen zu ihrem Schützling und vereinbaren gerne einen Kennenlerntermin mit Ihnen.

Lieg das Kennenlernen positiv und Sie entscheiden sich für eine Adoption, vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zur Vorkontrolle. Auch hier werden noch einmal Informationen ausgetauscht, aber hauptsächlich liegt das Augenmerk der Vorkontrolle darauf, ob Ihr Zuhause für einen Hund aus dem Ausland geeignet ist. Wir können Sie auf Gefahrenquellen hinweisen, die Ihnen vielleicht noch gar nicht bekannt sind.

Nach der positiven Vorkontrolle erhalten Sie den Schutzvertrag und die Zahlungsdaten. Sobald Sie den Schutzvertrag unterschrieben an uns zurückgeschickt haben und die Schutzgebühr eingegangen ist, können Sie Ihren Hund von seiner Pflegestelle abholen.

Unsere Schutzgebühr beträgt 430 Euro und beinhaltet ein Sicherheitsgeschirr und die Laborkosten für den ersten Test auf Mittelmeerkrankheiten, der in der Regel bereits durch die Pflegestelle veranlasst wurde.

Zuhause angekommen

Auch wenn unsere Pflegehunde schon einiges gelernt haben, laden Sie am Besten Ihren Hund in einem geschlossenen Raum aus (Garage). Ist das nicht möglich, tragen Sie die Box mit Hund in Ihre Wohnung und öffnen die Box erst in der Wohnung.

Nach sechs Monaten empfehlen wir, den Test auf Mittelmeerkranken zu wiederholen, um sicherzugehen, dass auch kurz vor der Ausreise entstandene Infektionen erkannt werden.

Geben Sie Ihrem neuen Familienmitglied Zeit! Alles ist neu und noch unbekannt.

Sicherheit

Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Hund auf TASSO (www.tasso.net) zu registrieren. Nur so kann im Falle eines Verlustes der Besitzer ermittelt werden und der Hund zu Ihnen zurückfinden.

Wir weisen nochmals darauf hin, dass für frisch adoptierte Hunde eine Sicherungspflicht (ggf. doppelt) von mindestens sechs Wochen, besser noch von drei Monaten, einzuhalten ist. Notwendige Sicherungsmaßnahmen sind unbedingt durchzuführen (z.B. Absicherung Garten, Schleppleine usw). Der Hund darf erst ohne Leine geführt werden, wenn er zuverlässig abrufbar ist und keinen Jagdinstinkt hat. Leider sind oft Hunde entlaufen, die nicht richtig gesichert waren, teils mit tödlichem Ausgang.

Nach der Adoption

Wir sind für unsere Adoptanten und ihre Hunde auch nach der Vermittlung da.

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns an – Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Möchten Sie uns an der Entwicklung Ihres neuen Familienmitglieds teilhaben lassen? Wir freuen uns immer über Fotos, Videos und kurze Berichte.

Spendenkonto

Tierhilfe Lebenswert e.V.
IBAN: DE94 6619 0000 0010 4377 50
BIC: GENODE61KA1

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